Menschenbild der Transaktionsanalyse
(Quelle: http://www.transaktionsanalyse.ch/methode.htm#menschenbild)
Was ist ein gesunder Mensch?
(Quelle: http://www.transaktionsanalyse.ch/methode.htm#gesund)

Am 8. und 9. Oktober 2010 (Freitag, Samstag) findet unser zweites Netzwerktreffen in der Baptistenkirche im Berliner Wedding statt. Das Herbstkonvent steht unter dem Motto “Progressive Träume” und befasst sich aus zwei Perspektiven und verschiedenen Ebenen mit den Träumen die wir besitzen: Mit ganz individuellen Träumen, aber auch mit Träumen die unsere Kirche(n), Familien, Städte, Länder, Planeten beinhalten. Die zwei Perspektiven, die wir einnehmen wollen betrachten zum einen unsere Träume – seien sie erfüllt oder unerfüllt; zum anderen wollen wir uns mit Hemnissen, die unseren Träumen im Weg stehen – mit Traumkillern beschäftigen. Bislang wurden hierzu drei Impulsvorträge eingeplant: Spannungslosigkeit, Exklusivität und Theatralik wurden als drei Traumkillern unter anderen ausgemacht. Zu diesen drei Schlagworten werden Doro, Tom und Nils am Samstag kurze Impulsvorträge geben, auf die unvorbereitet oder vorbereite reagiert werden kann. Außerdem möchte wir jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer ermuntern, ihren/seinen persönlichen Traum mitzubringen - und ihn in 10-20 Minuten mit den anderen zu teilen. Egal, ob dieser Traum bereits Realität geworden oder noch weit von jeglicher Realisierung entfernt ist. Auf welche Weise ihr den Traum uns präsentiert, ist Euch überlassen. So ist es möglich die Inspirationsquelle (Film, Buch, Mensch, Pflanze) vorzustellen, ein Traumbild zu malen, einen Vortrag zu halten usf.
Da ich es bis zu dieser Zeile noch nicht erwähnt habe: Eingeladen ist jede und jeder! Wir rechnen derzeit damit, dass ein Großteil der Teilnehmer aus Berlin kommen wird und somit Schlafmöglichkeiten besitzt. Für die (nicht zu unterschätzende Anzahl) von Gästen außerhalb Berlins möchten wir jedoch günstige (wenn möglich) kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Jeder, der also ein Bettchen/Sofa/Quadratmeter Boden übrig hat teile uns dies bitte bei der Anmeldung mit! Ebenso wäre es super, wenn Ihr für unsere Mahlzeiten am Freitag / Samstag etwas beisteuern könntet – zur Not ist natürlich auch ein Abstecher beim Besten Döner Berlins (so bezeichnet sich glaube ich jeder Dönerladen in Berlin) möglich.
Daneben soll genug Zeit bleiben, um sich kennenzulernen, auszutauschen, seine progressive Biografie zu reflektieren, zu essen, zu trinken, durch die Berliner Nacht zu streifen. Alle Interessierten können am Freitagabend in jedem Fall mit zum Berliner “Club der Visionäre” (hier ein Bild) für ein, zwei Drinks pilgern – bei schlechtem Wetter und entsprechendem Interesse würde sich - vom Thema her – natürlich auch ein Kinobesuch von Inception anbieten.
Wir freuen uns in jedem Fall wirklich richtig auf das Wochenende und Euch!
Der Theologieprofessor Klaas Huizing veröffentlichte in der April-Ausgabe von chrismon ein Essay mit dem Titel
Der Mensch ist heilig. Egal, was er tut oder getan hat. Er ist allen Respekt wert, und der beginnt mit – Aufmerksamkeit,
indem er von der aufmerksamen Achtung unseres Nächsten und der Sakralität des Menschen spricht, davon, dass diese Aufmerksamkeit uns für die Bandbreite der menschlichen Existenz und somit auch uns selber sensibilisiert. Huizing betont, dass Gerechtigkeit nicht durch Demütigung des Gegenübers erzielt werden kann und dass manche Probleme nicht so exklusiv sein mögen, wie sie gefühlt werden. Und außerdem: Wo verortest Du Dich auf einer Skala vom anthropologischen Optimisten über den milden Optimisten bis hin zum Pessimisten?
Viel schöner in Worte und einen narrativen Rahmen gegossen findet man den Artikel hier: http://www.chrismon.de/5964.php.
Matze Dichristin ist derzeit zusammen mit seiner Familie missionarisch in Südafrika aktiv. In dem Artikel, den er am 17. März auf seiner Website veröffentlichte, plädiert er für ein positiveres christliches Menschenbild, das die positive und vorurteilsfreie Begegnung von Menschen ermöglicht:
“Wo ich gerade anfange mal zu schreiben, was ich so alles glaube…
Der Mensch ist gut!
Das ist mit Sicherheit genau das Gegenteil von dem, was viele Menschen glauben. Besonders wir Christen. Da ist der Mensch immer voll Suende, getrennt von Gott und eben Boese.
Vielleicht stimmt das auch! Trotzdem glaube ich, dass der Mensch gut ist.
Wir sind wunderbar geschaffen, Ebenbilder Gottes, gemeinsam schoen (danke Tom) und haben so viel Potential, so viel, was wir mit diesem einen Leben anfangen koennen. Das ist gut und ich finde, wir sollten unseren Glauben auch mal von dieser Seite aufziehen und promoten!
Heute morgen habe ich im Radio eine suedafrikanische Produktion gehoert, in der sich Musiker gegen die Kriminalitaet in diesem Land stellen. Sie tun Gutes.
Dabei musste ich denken, dass die Mehrzahl aller Menschen gerne Gutes tun wuerde, oder? Wir moegen es nicht, wenn andere leiden. Wir wollen nicht, dass es anderen schlecht geht. Wir fuehlen uns gut, wenn wir etwas sinnvolles tun. Wir helfen gerne. Ja, ich denke, dass die grosse Mehrzahl aller Menschen gut ist und aus wie auch immer das im Einzelfall aussieht aus ‘guten’ Motivationen heraus handelt.
Einzig und allein ist das Problem, dass wir es nicht gebacken kriegen, wie Paulus schon gesagt hat. Wir alle (fromm oder nicht fromm, Spiesser oder rote Socke) tun nicht das Gute, dass wir gerne tun wollen.
Und endlich reden wir darueber warum das so ist. Das System, die Konsumgesellschaft, die Individualisierung, Egoismus, Kapitalismus, Angst, Sicherheitsdenken, Spass, Frust oder was auch immer uns treibt.
Aber deswegen sind wir doch keine schlechten Menschen. Deswegen sind wir doch nicht Boese – wir tun nur alle mal was Boeses. Und nein, ich sage nicht, dass wir arme Opfer des Systems sind. Nein, nein! Denken tun wir ja schon noch selbst und entscheiden duerfen wir uns auch noch selbst. Also bitte…
Aber ich sage, dass wir Christen endlich mal gute Nachricht zu den Menschen bringen. Eine Nachricht, die an ihre guten Motivationen anknuepft, eine Nachricht, die ihre Potentiale und Wuensche sieht, die ihre guten Motivationen herauskehrt. Eine Nachricht, dass sie mit Gott und uns die Welt besser machen koennen und eine Nachricht, die ihnen Liebe und Gnade zuspricht, wenn sie mal wieder was Boeses gemacht haben, wie wir es eben alle tun.
Man, haut die gute Nachricht raus und hoert auf zu jammern!”
Von meiner Seite aus kann ich dazu nur “Amen” sagen.
(Quelle: http://meinlaufzwischendenwelten.blogspot.com/2010/03/der-mensch-ist-nicht-boese.html)
Wenn man weiß wer der Böse ist, dann hat der Tag Struktur.
(Volker Pispers, Bis Neulich/2004)

Bildquelle: rbb
Der Schreiner, Autor und Social Entrepreneur Ruppert Voß war in der letzten Sendung von Jörg Thadeusz zu Gast. Voß betreut straffällige Jugendliche in einem Boxcamp und bietet in ihnen damit – motiviert durch seine eigene Biographie – eine Alternative zum Gefängnis. Ein sehr Interview das zum Nachdenken anregt und hervorragend in unsere Reihe zum Menschenbild passt. So stellt Voß u. a. fest, dass zwar die Taten der Jugendlichen durchaus zu verurteilen und zu bestrafen sind und dass die von ihm betreuten Kriminellen durchaus ein vergleichsweise hohes Gewaltpotential besitzen, gleichzeitig betont er, dass seine Klienten nicht grundsätzlich schlechte Menschen seien. Viele haben selber Gewalterfahrungen durchlebt und seien emotional verschlossen und verletzlich. Es gehe darum den Jugendlichen nachhaltig zu helfen und sie nicht einfach wegzusperren.
Seit dem 15. April ist der Dokumentarfilm “Friedensschlag” in den Kinos, der das Programm von Voß vorstellt.
Das Bild, das jemand vom Wesen des Menschen hat, leitet sein Handeln, seine Wahrnehmung und sein Denken. Nach dem christlichen Menschenbild – so eine weit verbreitete Auffassung – ist der Mensch nicht per se gut. Er ist sündig und muss sich ändern. Gleichzeitig ist der Mensch – jeder Mensch – nach christlicher Auffassung Gottes Ebenbild. Nimmt man Nachfolge Jesu ernst, so gilt außerdem die bedingungslose Annahme des Nächsten als erstrebenswertes Ideal.
Was bedeuten unterschiedliche Annahmen über das Wesen des Menschen für den Umgang mit sich selbst und mit anderen? Ist es möglich eine ausgewogenes Menschenbild zu entwickeln? Hat jeder Mensch gute und schlechte Seiten? Was bedeutet Menschenwürde? Gibt es tatsächlich einen Unterschied zwischen Christen und nicht-Christen? Welches Menschenbild wird von Kirchen und christlichen Organen vermittelt?
Dieser und ähnlicher Fragen soll in der nächsten Zeit nachgegangen werden. Wir suchen u. a. vielfältige Beiträge für das Blog und eine Publikation zum Thema. Interessenten schicken bitte eine E-Mail an info@tcpc-deutschland.org!
Die Wochenzeitung Zeit hat seit Ostern diesen Jahres (Ausgabe vom 31.03.2010/Nr. 14) ein neues Ressort eingerichtet: Glauben und Zweifeln. Laut Pressemeldung sollen “Vorstellungen von Religion, Ethik und Werten in säkularisierten Gesellschaften” behandelt werden. Die Zeit füllt damit einen Leerraum innerhalb der deutschen Qualitäts-Presselandschaft. Sie ist (neben dem konservativen Rheinischen Merkur) die einzige überregionale Qualitätszeitung, die sich kontinuierlich und institutionalisiert mit Themen des Glaubens beschäftigt. Glauben und Zweifeln soll “offen sein für alle Facetten der spirituellen Suche”, gleichzeitig soll immer auch “die notwendige Skepsis zur Geltung kommen”. Im Rahmen der Einführung des neuen Ressorts erschien Glauben und Zweifeln in der Osterausgabe der Zeit auf sechs Seiten, danach wird eine Themenseite am Ende des Feuilletons publiziert. In der ersten Ausgabe erschienen einige lesenswerte Artikel:
In Ausgabe des ZEIT Magazins der gleichen Woche erschienen ebenfalls einige interessante Artikel zum Schwerpunkt-Thema “Typisch jüdisch”: